Juni 2026 |
260609 |
ENERGIE-CHRONIK |
In der baden-württembergischen Kreisstadt Reutlingen kam es am 8. Juni zu einem Brandanschlag auf das Umspannwerk Mitte, das von der EnBW-Tochter Netze BW und der Stadtwerke-Tochter FairNetz gemeinsam betrieben wird. Als die nachts um 1:45 Uhr informierte Feuerwehr zu dem Gelände kam, standen zwei Transformatoren in Flammen, die sie binnen einer halben Stunde unter Kontrolle bringen und bis 3:30 Uhr löschen konnte. Wie der Oberbürgermeister dann am Vormittag bei einer Pressekonferenz mitteilte, waren rund 30.00 Menschen in 7600 Haushalten von dem entstandenen Stromausfall betroffen. In der Kernstadt wurde die Versorgung bis sechs Uhr wieder hergestellt. In anderen Stadtteilen und benachbarten Gemeinden dauerte es länger. Etwa fünfzig Unternehmen mussten als Mittelspannungskunden sogar bis 10. Juni warten, bevor sie wieder voll versorgt wurden.
Da die Brände an drei verschiedenen Stellen entstanden und der Zaun um das
Umspannwerk beschädigt war, gehen die Ermittler von einer Brandstiftung aus.
Das Landeskriminalamt bat um Hinweise aus der Bevölkerung, ob in der Tatnacht
verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Umgebung des Umspannwerks gesehen
worden seien. Außerdem bat es Firmen und Haushalte, die in der Nähe des Umspannwerks
eigene Überwachungsanlagen betreiben, um die Überlassung von Aufzeichnungen
aus der Tatnacht, um sie für die Ermittlungen auszuwerten.