Mai 2026 |
260507 |
ENERGIE-CHRONIK |
Auf Einladung des Auswärtigen Amts und mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums fand am 19. Mai eine internationale Konferenz zum Thema "Energiesicherheit – Lehren aus der Ukraine" statt. Teilnehmer waren Vertreter von G7, EU und NATO, internationalen Institutionen, Wirtschaft und Verbänden sowie Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verwies in seiner Eröffnungsrede darauf, dass Deutschland mehr als 1,2 Mrd. Euro an Unterstützung für den Energiesektor und nahezu ein Drittel der Beiträge zum "Ukraine Energy Support Fund" geleistet habe. Deutschland sei der größte bilaterale Unterstützer des ukrainischen Netzbetreibers Ukrenergo. Die Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit dem kontinentaleuropäischen Netz in Kriegszeiten, die kurz nach Beginn des russischen Überfalls im März 2022 erfolgte (220307), habe sich "als besonderer Erfolg erwiesen".
Der für Energie zuständige ukrainische Vizepremier Denis Schmyhal erwähnte
in seiner Rede neben anderen Maßnahmen zur Erhöhung der Resilienz der Stromversorgung,
dass diese diversifiziert und lokaler werden müsse. Die Verbraucher müssten
deshalb nach Möglichkeit auch gleichzeitig Erzeuger werden. "Eine nicht
sehr willkommene Empfehlung für eine Bundesregierung, deren CDU-Wirtschaftsministerin
die Förderung für kleine Solaranlagen streichen will", bemerkte dazu die
taz (19.5.). Katherina Reiche musste sich diesen Ratschlag freilich nicht anhören,
da sie ihre Teilnahme gesundheitsbedingt abgesagt hatte.