März 2026

260306

ENERGIE-CHRONIK


Haussuchungen wegen der Brandanschläge auf das Berliner Stromnetz

Im Auftrag der Generalstaatsanwaltschaft Berlin durchsuchten am 24. März insgesamt rund 500 Einsatzkräfte der Polizei mehrere Wohnungen und Objekte in Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Wie die Behörde mitteilte, richteten sich die Ermittlungen wegen verfassungsfeindlicher Sabotage und anderer Straftatbestände gegen vier Personen. Diesen wird vorgeworfen, gemeinsam den Brandanschlag auf zwei Hochspannungsmasten verübt zu haben, der am 9. September 2025 einen rund 60 Stunden dauernden Stromausfall in den Berliner Stadtteilen Alt-Johannistal, Altglienicke, Adlershof, Grünau, Oberschönweide, Spindlersfeld und Teilen der Brandenburger Gemeinde Schönefeld verursachte. Betroffen waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000 Gewerbebetriebe (250903).

Die umfangreichen Beweismittel werden nun ausgewertet

Die Durchsuchungen betrafen Wohnungen und andere Objekte in den Bezirken Mitte, Neukölln, Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow. Außerdem wurden je eine Wohnung in Düsseldorf und Kyritz sowie zwei weitere in Hamburg durchsucht. Dabei konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden. Darunter befinden sich unter anderem Mobiltelefone, Laptops, Unterlagen und diverse weitere elektronische Geräte. Die sichergestellten Beweismittel werden nunmehr gesichtet und ausgewertet. Die weiteren Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat sowie den einzelnen Tatbeiträgen der Tatverdächtigen dauern an.

Bisher sind noch keine Haftbefehle ergangen

Wie ergänzend zu erfahren war, handelt es sich bei den Verdächtigen um zwei Frauen im Alter von 28 und 35 Jahren sowie zwei Männer im Alter von 31 und 36 Jahren. Festgenommen wurden sie jedoch nicht, da Haftbefehle nur bei dringendem Tatverdacht und entsprechenden Beweisen erlassen werden können. Ob es dabei bleibt, wird sich vermutlich erst nach der Auswertung der jetzt sichergestellten Beweismittel herausstellen. Unklar ist vorerst ferner, ob die vier Verdächtigten auch am jüngsten Anschlag auf das Berliner Stromnetz beteiligt gewesen sein könnten, der am 3. Januar in den südwestlichen Stadtteilen Berlins die Stromversorgung vier Tage lang unterbrach (260101).

 

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